Glücksspiel soll Unterhaltung bleiben
Glücksspiel ist mit dem Risiko finanzieller Verluste verbunden. Gewinne sind nicht planbar und kein verlässliches Einkommen. Ein verantwortungsvoller Casinobesuch bedeutet deshalb, vor Beginn klare Grenzen für Zeit und Geld festzulegen und diese Grenzen unabhängig vom Spielverlauf einzuhalten.
Die Informationen auf dieser Seite sollen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und den Casinobesuch bewusst zu gestalten. Sie ersetzen keine individuelle medizinische, psychologische oder rechtliche Beratung.
21+ und Identitätskontrolle
Für den Zutritt zur Spielbank Stuttgart wird auf dieser Website ein Mindestalter von 21 Jahren ausgewiesen. Für den Einlass ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich. Minderjährige und Personen unterhalb der geltenden Altersgrenze dürfen nicht am Spielbetrieb teilnehmen.
Zeit- und Geldgrenzen vor dem Spielen festlegen
Nur Geld einsetzen, das nach Miete, Lebenshaltung, Rechnungen und Rücklagen frei verfügbar ist.
Vor dem Besuch eine feste Endzeit bestimmen und nicht spontan verlängern, nur weil das Spiel läuft.
Verlorenes Geld nicht durch höhere Einsätze oder längeres Spielen „zurückholen“ wollen.
Gewinne als zufälliges Ergebnis betrachten und nicht als Grundlage für laufende Ausgaben verwenden.
Warnzeichen für problematisches Spielverhalten
Problematisches Spielen entwickelt sich häufig schrittweise. Warnzeichen können sein: häufigeres oder längeres Spielen als geplant, steigende Einsätze, das Verheimlichen von Verlusten, Geldleihen für Glücksspiel, Vernachlässigung von Arbeit oder Studium, Konflikte mit Angehörigen, starke Stimmungsschwankungen sowie der Versuch, Verluste unmittelbar zurückzugewinnen.
Ein einzelnes Anzeichen bedeutet nicht automatisch eine Abhängigkeit. Mehrere wiederkehrende Anzeichen sind jedoch ein guter Grund, das Spielen zu unterbrechen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Fragen zur eigenen Spielweise
Spiele ich häufiger oder länger, als ich ursprünglich geplant hatte?
Habe ich schon versucht, Verluste mit höheren Einsätzen zurückzugewinnen?
Denke ich auch außerhalb des Casinos ständig an das nächste Spiel?
Habe ich wegen des Spielens Rechnungen, Verpflichtungen oder soziale Kontakte vernachlässigt?
Verheimliche ich meiner Familie oder anderen Personen, wie viel Zeit oder Geld ich verspielt habe?
Spiele ich, um Stress, Sorgen, Einsamkeit oder schlechte Stimmung zu verdrängen?
Wer mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet, sollte eine Spielpause einlegen und professionelle Beratung beziehungsweise die verfügbaren Sperr- und Schutzmöglichkeiten prüfen.
Was tun, wenn das Spielen außer Kontrolle gerät?
Eine wirksame erste Maßnahme ist, den Spielbetrieb sofort zu verlassen und für einen klar definierten Zeitraum nicht weiterzuspielen. Bargeld, Zahlungsmittel und leicht verfügbare Spielbudgets können aus der unmittelbaren Reichweite genommen und einer vertrauten Person anvertraut werden.
Es kann außerdem helfen, konkrete Auslöser zu notieren, Spieltagebücher zu führen und Situationen zu vermeiden, in denen impulsives Spielen wahrscheinlicher wird.
Selbstsperre und weitere Schutzmechanismen
Regulierte Glücksspielangebote in Deutschland arbeiten mit gesetzlichen Spielerschutz- und Sperrmechanismen. Wer sich selbst vor weiterer Teilnahme schützen möchte, kann eine Spielersperre beziehungsweise die im jeweiligen Spielbetrieb vorgesehenen Ausschlussmöglichkeiten beantragen.
Die konkrete Beantragung, Dauer, Aufhebung und Reichweite richten sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben und den Verfahren des zuständigen Spielbetriebs. Wer eine Sperre erwägt, sollte sich vor Ort nach dem aktuell gültigen Verfahren erkundigen und die Sperre nicht von kurzfristigen Gewinnerwartungen abhängig machen.
Alkohol, Müdigkeit und emotionale Belastung
Alkohol, Schlafmangel, Stress, Wut oder starke Euphorie können die Risikowahrnehmung beeinflussen. In solchen Situationen sollte auf Glücksspiel verzichtet oder das Spielen beendet werden. Ein Casinobesuch sollte nicht dazu dienen, persönliche Probleme oder finanzielle Sorgen zu verdrängen.
Nie mit geliehenem oder notwendigem Geld spielen
Für Glücksspiel sollten niemals Kredite, geliehenes Geld, Dispokredite oder Mittel verwendet werden, die für Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Ausbildung, Familie oder andere feste Verpflichtungen benötigt werden. Auch Gewinne sollten nicht als Begründung genutzt werden, das geplante Budget nachträglich zu erhöhen.
Informationen für Angehörige
Angehörige können problematisches Spielverhalten häufig früher bemerken als die betroffene Person. Sinnvoll ist ein ruhiges, konkretes Gespräch über beobachtbare Veränderungen, ohne finanzielle Verluste zu übernehmen oder weiteres Spielen durch Geldzahlungen zu ermöglichen.
Eigene finanzielle Grenzen und Kontosicherheit sind ebenfalls wichtig. Bei erheblicher Belastung sollten Angehörige selbst Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen.
Schutz beim Wechsel zu einem Online-Angebot
Auch bei einem über „Jetzt spielen“ erreichbaren separaten Angebot gelten dieselben Grundsätze: Budget und Zeit begrenzen, keine Verluste jagen und nur bei klaren Bedingungen spielen. Vor jeder Teilnahme sollten Altersvorgaben, Einsatz- und Einzahlungslimits, Sperrfunktionen sowie die für das konkrete Angebot geltenden Spielerschutzhinweise geprüft werden.
Hilfe suchen ist Teil des Spielerschutzes
Wenn Glücksspiel zu finanziellen, psychischen, familiären oder beruflichen Problemen führt, sollte die Situation nicht allein gelöst werden müssen. Beratungsstellen, Suchtberatungen, medizinische Fachpersonen und die Spielerschutzangebote regulierter Glücksspielanbieter können bei der nächsten sinnvollen Maßnahme helfen.
Bei einem Besuch vor Ort kann das Personal nach den verfügbaren Spielerschutz- und Sperrmöglichkeiten gefragt werden. Wichtig ist, Unterstützung möglichst früh zu nutzen und nicht erst nach weiteren Verlusten.
Die wichtigste Regel
Setzen Sie nur Geld ein, dessen vollständigen Verlust Sie verkraften können. Wenn Spielen nicht mehr freiwillige Unterhaltung ist, sondern Druck, Konflikte oder finanzielle Probleme erzeugt, ist eine Pause beziehungsweise Sperre die richtige Entscheidung.